Studienteilnehmende
ViViRA: Evidenzbasierte digitale Bewegungstherapie mit nachgewiesener klinischer Wirksamkeit
Seit 2022 ist ViViRA als Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) dauerhaft im Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gelistet. Die dauerhafte Aufnahme basiert auf dem erfolgreichen Nachweis eines positiven Versorgungseffekts in Form eines medizinischen Nutzens.
Geprüfte Qualität und höchste Standards
Neben der klinischen Validierung erfüllt ViViRA strengste regulatorische Anforderungen an technische Sicherheit, funktionale Tauglichkeit und Datenschutz – und gewährleistet höchste Qualitätsstandards in der digitalen Patientenversorgung.
- Geprüfte DiGA-Konformität – dauerhafte Listung im DiGA-Verzeichnis des BfArM
- Medizinprodukt der Risikoklasse 1 gemäß der europäischen Medizinprodukteverordnung (MDR)
- Informationssicherheitsmanagementsystem – zertifiziert nach ISO 27001
- Qualitätsmanagementsystem – zertifiziert nach ISO 13485
Klinische Studien belegen die Wirksamkeit von ViViRA
Die therapeutische Wirksamkeit von ViViRA wurde in einer randomisierten kontrollierten Studie (RCT) wissenschaftlich evaluiert. Im Fokus stand die Untersuchung von ViViRA als digitalem Versorgungsansatz im direkten Vergleich zur konventionellen Physiotherapie (allgemeine Krankengymnastik) bei der Behandlung von Rückenschmerzen unter Real-World-Bedingungen.
Teilnehmende: 213 Patient*innen mit nicht-spezifischen oder degenerativen Rückenschmerzen. Studiendesign: Randomisierter Vergleich zwischen Interventionsgruppe (ViViRA-App, n = 108) und Kontrollgruppe (konventionelle Physiotherapie, n = 105). Beobachtungszeitraum: 12 Wochen kontinuierliche Dokumentation. Zielparameter: Schmerzintensität (VNRS) und Schmerzmitteleinnahme (MQS-III) mittels Patienten-Selbstauskunft.
ViViRA-Gruppe
Kontrollgruppe
Beobachtungszeitraum
ViViRA lindert Rückenschmerzen wirksam
Überlegenheit gegenüber dem Therapiestandard: Die Schmerzreduktion durch ViViRA war zu jedem Messzeitpunkt signifikant größer als in der Kontrollgruppe. Klinisch relevante Effekte: In der Interventionsgruppe sank das Schmerzniveau auf der VNRS nach 12 Wochen um 53 %. Schneller Wirkeintritt: Schon nach zwei Wochen reduzierte sich die Schmerzintensität um 38 %.
Abbildung 1: Mittelwerte der angegebenen Rückenschmerz-Intensität in der Interventionsgruppe (ViViRA) und der Kontrollgruppe (konventionelle Physiotherapie) bei Studienbeginn sowie nach 2, 6 und 12 Wochen. Auf der VNRS entspricht 0 „kein Schmerz“ und 10 „stärkster vorstellbarer Schmerz“. (Weise et al. 2022)
ViViRA reduziert die Schmerzmitteleinnahme
Im zeitlichen Verlauf: Die begleitende Einnahme von Analgetika sank in der ViViRA-Gruppe nach 12 Wochen signifikant um 67 % im Vergleich zu den Wochen 1–2. Im Vergleich zur konventionellen Physiotherapie: Der Schmerzmittelbedarf nach 6 Wochen sank in der Interventionsgruppe um 60 Prozentpunkte stärker als in der konventionellen Physiotherapie.
Abbildung 2: Mittelwerte der Schmerzmitteleinnahme nach MQS-III bei Rückenschmerzen in der Interventionsgruppe (ViViRA) und der Kontrollgruppe (konventionelle Physiotherapie) während der Erhebungsphasen in den Wochen 1–2, 3–6 und 7–12. (Hans et al. 2022)
ViViRA: Evidenz aus Real-World-Daten
Ergänzend zur klinischen Interventionsstudie liefern retrospektive Beobachtungsstudien auf Basis von Real-World-Daten (RWD) fundierte Erkenntnisse über die Wirksamkeit von ViViRA unter Alltagsbedingungen.
Adhärenz als Prädiktor für Schmerzlinderung: Die Analyse belegt einen deutlichen Dosis-Wirkungs-Zusammenhang. Patient*innen, die ViViRA intensiver nutzten (> 3-mal/Woche), erreichten fast doppelt so häufig eine klinisch relevante Schmerzreduktion (VNRS) wie jene mit sehr geringer Nutzungshäufigkeit (39,2 % gegen 22,4 %). Dies unterstreicht die Bedeutung, ViViRA an mindestens drei Tagen pro Woche anzuwenden. (Klingenberg et al. 2023)
Verbesserung der Funktionalität
Real-World-Daten belegen eine gesteigerte Funktionsfähigkeit. Die Evaluation erfolgte mittels eines standardisierten Bewegungstests; die dargestellten Mediane basieren auf Patientenangaben zur Durchführbarkeit und zum Schmerzniveau.
Steigerung von Kraft, Beweglichkeit und Koordination: Insbesondere bei Patient*innen mit chronischen Rückenschmerzen im unteren Rücken verbesserten sich Kraft, Beweglichkeit und Koordination signifikant im Verlauf der ersten vier Wochen der Nutzung von ViViRA. (Teepe et al. 2023)
Bewegungstest-Score
Wissenschaftliche Publikationen und Vorträge
Wir sind stolz auf die Studien über unsere DiGA. Alle Publikationen und Konferenzbeiträge stehen frei und offen zur Verfügung – für alle, die sich detaillierter mit unserer Evidenzlage beschäftigen möchten. Klicken Sie eine Karte an, um Methodik, Ergebnisse und Bedeutung vollständig zu lesen.
Weise et al. 2022
Die Wirkung eines appbasierten Übungsprogramms für zu Hause auf die selbstberichtete Schmerzintensität bei unspezifischen und degenerativen Rückenschmerzen: eine pragmatische, offene, randomisierte und kontrollierte Studie.
Methodik
Vergleich von täglichem appbasiertem Training (4 Übungen) mit konventioneller Physiotherapie (6–12 Sitzungen).
Ergebnisse
Signifikante Überlegenheit der digitalen Therapie mit einer Schmerzreduktion um 53,1 % vs. 14,6 % in der Kontrollgruppe (p < 0,01). Nur die ViViRA-Gruppe erreichte eine klinisch relevante Verbesserung (Senkung um > 1,4 Punkte / 30 %).
Bedeutung
ViViRA ist der Standardversorgung überlegen und bietet eine hochwirksame Lösung, um Engpässe in der physiotherapeutischen Versorgung zu überbrücken.
Hans et al. 2022
Begleitende Schmerzmitteleinnahme in einer randomisierten kontrollierten Studie zu einer digitalen Therapie zur Behandlung von Schmerzen im unteren Rücken.
Methodik
Vergleich von digitalem Heimübungstraining (ViViRA) mit konventioneller Physiotherapie zur Analyse des begleitenden Schmerzmittelgebrauchs (MQS-III) über 12 Wochen.
Ergebnisse
Signifikante Reduktion der Schmerzmitteleinnahme um 67 % in der ViViRA-Gruppe gegenüber 27 % in der Kontrollgruppe (p < 0,0001). Die digitale Therapie war bereits ab der dritten Woche deutlich überlegen.
Bedeutung
Durch die sofortige Verfügbarkeit reduziert ViViRA die Abhängigkeit von Schmerzmitteln effektiver als die Regelversorgung und überbrückt aktiv systembedingte Wartezeiten.
Teepe et al. 2023
Wirksamkeit einer digitalen Therapie-App bei muskuloskelettalen Beschwerden in einem Real-World-Setting: eine retrospektive Beobachtungsstudie.
Methodik
Analyse von Real-World-Daten von 3.629 Patient*innen mit unspezifischen oder degenerativen Schmerzen (Rücken, Hüfte, Knie). Über 12 Wochen wurden Schmerzintensität (VNRS) und körperliche Funktionsfähigkeit evaluiert.
Ergebnisse
Schmerzreduktion zu allen Messzeitpunkten (p < 0,001). Die Funktionswerte zeigten über die verschiedenen Schmerzbereiche hinweg eine positive, wenn auch unterschiedlich stark ausgeprägte Verbesserung.
Bedeutung
Die Ergebnisse bestätigen den Nutzen von ViViRA in der Regelversorgung: Die App lindert Schmerzen effektiv und steigert nachhaltig die funktionelle Kapazität.
Klingenberg et al. 2023
Der Einfluss der therapeutischen Adhärenz auf die Wirksamkeit eines digitalen therapeutischen Übungsprogramms: eine Propensity-Score-Matching-Analyse.
Methodik
Retrospektive Analyse von Real-World-Daten von 7.628 Patient*innen mit Rückenschmerzen. Mittels Propensity-Score-Matching wurden verschiedene Nutzungsprofile verglichen, um den Einfluss der Trainingshäufigkeit (Adhärenz) auf die Schmerzreduktion (VNRS) zu untersuchen.
Ergebnisse
Nachweis eines klaren Dosis-Wirkungs-Zusammenhangs: Hohe Adhärenz (> 3 Einheiten pro Woche) führt signifikant häufiger zu einem klinisch relevanten Therapieerfolg.
Bedeutung
Die Wirksamkeit korreliert unmittelbar mit der aktiven Mitarbeit. Regelmäßiges Training ist die Grundvoraussetzung, um das volle Potenzial der Therapie auszuschöpfen.
Benning et al. 2022
Rückenschmerzen per DiGA in der hausärztlichen Praxis effektiv behandeln: Klinische Evidenz und Integration von ViViRA in den Versorgungsalltag.
Methodik
Vorstellung der klinischen Evidenz für ViViRA auf Basis einer 12-wöchigen RCT sowie ergänzender Real-World-Daten. Im Fokus stand, wie digitale Anwendungen Versorgungsbarrieren wie lange Wartezeiten in der hausärztlichen Praxis überwinden können.
Ergebnisse & Bedeutung
Signifikante Überlegenheit gegenüber der Standardversorgung. ViViRA reduziert Schmerzen und Schmerzmittelverbrauch deutlich und ermöglicht als sofort verfügbare Therapieoption einen unmittelbaren Behandlungsstart – und entlastet damit hausärztliche Praxen effektiv.
Teepe et al. 2022
Vorläufige Nutzungs- und Ergebnisdaten eines digitalen Heimübungsprogramms für Rücken-, Hüft- und Knieschmerzen: eine retrospektive Beobachtungsstudie.
Methodik
Retrospektive Analyse von Real-World-Daten von 2.517 Patient*innen mit unspezifischen oder degenerativen Schmerzen (Rücken, Hüfte, Knie). Mittels Zeitreihen- und Matched-Pair-Analyse wurde die Veränderung von Schmerzintensität (VNRS) und körperlicher Funktionsfähigkeit über 12 Wochen evaluiert.
Ergebnisse
Signifikante Schmerzreduktion (von 5,19 auf 3,35 Punkte), primär innerhalb der ersten acht Wochen, zeitgleich belegte Steigerung der funktionellen Kapazität.
Bedeutung
Belegt die Wirksamkeit zur Schmerzlinderung und Funktionssteigerung im Versorgungsalltag. Die ständige Verfügbarkeit der App optimiert den Zugang zu einer effektiven Therapie.
Elsner et al. 2022
Wirksamkeit eines digitalen Bewegungstrainings auf Schmerzintensität und begleitenden Schmerzmittelgebrauch.
Methodik
Retrospektive Analyse von 1.081 Patient*innen mit Rücken-, Hüft- oder Knieschmerzen zur Untersuchung der Schmerzreduktion und des Medikamentenkonsums über 32 Tage.
Ergebnisse
Signifikante Schmerzlinderung über alle Chronifizierungsstadien hinweg (p < 0,0001). Der Anteil der Patient*innen, die Schmerzmittel einnahmen, sank bei akuten Schmerzen auf 18,8 % (von 31,3 %) und bei subakuten Schmerzen auf 12,9 % (von 22,5 %).
Bedeutung
ViViRA lindert Schmerzen effektiv und reduziert den Bedarf an Schmerzmedikamenten signifikant – dies unterstreicht den Nutzen der DiGA zur Vermeidung medikamentöser Nebenwirkungen.
ViViRA in der Versorgungsforschung
Wir bei ViViRA gestalten die Zukunft der digitalen Gesundheitsversorgung aktiv mit. Als Partner im Innovationsfonds-Projekt DEKODE tragen wir dazu bei, die Wirksamkeit digitaler Anwendungen in der Regelversorgung wissenschaftlich fundiert zu evaluieren.
Das Projekt DEKODE entwickelt ein digitales Toolkit und objektive Messmethoden, um die Therapietreue (Adhärenz) bei digitalen Versorgungsangeboten systematisch zu erfassen und zu verbessern. Unser Engagement unterstreicht unseren Anspruch, nicht nur eine DiGA anzubieten, sondern die evidenzbasierte Medizin durch kontinuierliche Forschung und Innovation nachhaltig zu stärken.
Sie haben Fragen zu unseren wissenschaftlichen Publikationen?
Dr. med. Leo Benning, MPH
Chief Medical Officer, Vivira Health Lab GmbH
Kontaktieren Sie uns gerne!
Mo.–Fr. 09:00–18:00 Uhr
service@diga.vivira.com
030 814 53 6868